KI rein, Leute raus, Gewinn rauf. So war der Plan.
Jetzt sind die ersten echten Zahlen da — und der Plan ist nicht aufgegangen. Für alle, die gerade überlegen, beim Personal zu sparen, weil „die KI das schon macht“, lohnt ein genauer Blick. Vor allem, wenn SAP und Data zum Kern gehören: Der SAP-Fachkräftemangel 2027 wird durch KI nicht kleiner. Er wird schärfer.
Was Gartner gemessen hat
Gartner hat im dritten Quartal 2025 rund 350 Führungskräfte aus Konzernen mit mindestens einer Milliarde Dollar Umsatz befragt — allesamt Unternehmen, die KI-Agenten, intelligente Automatisierung oder autonome Technologien bereits pilotieren oder im Einsatz haben.
Das Ergebnis: Rund 80 % dieser Firmen haben Stellen abgebaut. Mehr Rendite? Kam nicht. Die Abbau-Quote war bei den Firmen mit starker Rendite praktisch genauso hoch wie bei denen mit schwacher oder negativer. Im Klartext: Wer Köpfe gestrichen hat, stand am Ende keinen Cent besser da als der, der seine Leute behalten hat.
Gartners eigener Satz dazu: Personalabbau schafft vielleicht Budget-Spielraum, aber keine Rendite.
Warum das so ist
Der Grund ist simpel. KI ist stark bei Standard, bei Routine, bei „jeden Tag dasselbe“. Den Rest macht sie nicht. Den Wert holt ihr nicht raus, indem ihr Köpfe streicht — sondern indem ihr die Leute stärkt, die bleiben. Gartner nennt das „human-amplified business“: Maschine und Mensch bekommen mehr Autonomie, aber der Mensch bleibt der, der das System steuert und skaliert.
Klingt abstrakt? Bei SAP und Data wird’s konkret.
SAP-Fachkräftemangel 2027: die S/4HANA-Uhr tickt
2026 ist Arbeitgebermarkt. Hiring Freeze, hohe Arbeitslosigkeit, bei Standard-Rollen habt ihr die Auswahl. So weit die eine Hälfte der Wahrheit.
Die andere: Rund die Hälfte der Unternehmen muss noch auf S/4HANA. Das ist kein Kann, das ist ein Muss — ein Pflichtprojekt über zwei bis drei Jahre, mit harter Frist 2027. Das macht euch keine KI. Dafür braucht ihr Menschen, die eure Prozesse und eure Daten kennen.
Und genau hier kippt die Logik. Wer ausgerechnet diese Leute jetzt abbaut, um „mit KI zu sparen“, steht beim nächsten großen Projekt mit leeren Händen da. Während tausende Unternehmen im selben Zeitfenster dieselben S/4-Profile suchen, gewinnt nicht der mit dem größten Bedarf — sondern der, der zuerst da ist.
Der SAP-Fachkräftemangel 2027 ist deshalb kein Widerspruch zum vollen Arbeitsmarkt. Er ist die Spitze davon: die Breite im Überangebot, die knappen SAP-, Architektur- und Data-Profile so eng wie eh und je.
SAP und Data sind ein Markt
Ein verbreiteter Fehler: SAP-Leute und Data-Leute getrennt zu denken. In der Praxis ist jede S/4-Migration im Kern ein Datenprojekt. Das knappste Profil ist selten der reine SAP- oder der reine Data-Mensch — es ist der, der beide Sprachen spricht. Und während die einfache Entwicklung wegbricht, weil KI sie frisst, werden genau diese Leute jedes Jahr knapper und teurer.
Was das für eure Besetzung heißt
Wenn bei euch eine kritische SAP- oder Data-Rolle seit Monaten offen ist, während die 2027-Uhr läuft: Das ist kein KI-Problem. Das ist ein Besetzungsproblem.
Und das löst sich nicht, indem ihr die Anzeige nochmal teilt. Die Richtigen sitzen fest im Projekt, gut bezahlt, und bewerben sich nirgends. An die kommt man nur über gezielte, ehrliche Direktansprache — und über jemanden, der das Fach versteht.
Genau die schweren Fälle löse ich, seit fast 20 Jahren. Als SAP-Personalberatung und SAP-Headhunter für den DACH-Raum — und für die Datenseite als Data-Headhunter. Lokale Besetzung, dazu Nearshore-Teams, wenn der lokale Markt bei den knappen Profilen nichts mehr hergibt.
Wenn bei euch so eine Rolle hakt: Schreibt mir. Genau dafür bin ich da.

